Vereinsgeschichte

Wollen Sie sich einen kleinen Überblick über die Geschichte des Akkordeonorchesters Leutenbach verschaffen?
Wählen Sie dazu einfach direkt das Kapitel, für das Sie sich interessieren. Oder begeben Sie sich auf ein kleine Tour,  auf der Sie Schritt für Schritt von den Anfängen des Vereins bis in die Gegenwart geführt werden.


Die Gründungszeit (1971)

Am 14. März 1971 trafen sich 21 akkordeonbegeisterte Frauen und Männer im Café Lämmle (heute "Spatzennest") in Leutenbach, um darüber zu beraten, wie man die Akkordeonmusik in Leutenbach populär machen könne. Die damals von Richard Blessing eröffnete Versammlung führte zur Gründung des 1. Akkordeonorchester Leutenbach e.V.
Karl Fleischmann (als 1. Vorsitzender), Johann Schmidt, Richard Blessing und Fritz Rauleder wurden in den Vorstand gewählt. Der Jahresbeitrag wurde auf 10.- DM festgelegt.
Da zu diesem Zeitpunkt noch kein Probenraum von der Gemeinde zur Verfügung stand, fanden die ersten Übungsstunden im Keller der Familie Blessing statt. Später konnte dann in der Leutenbacher Schule geprobt werden.

 

Erste Auftritte

Schon bald nach der Gründungsversammlung, nämlich bei der Maifeier in Leutenbach, konnte sich der Verein der Öffentlichkeit mit zwei Musikstücken vorstellen.

Den ersten selbst iniziierten Auftritt hatte das Akkordeonorchester dann am 4. März 1972. Beim 1. Frühjahrskonzert unter dem Motto "Jugend musiziert", konnte der Öffentlichkeit ein größerer Ausschnitt aus dem bis dahin einstudierten Repertoire vorgestellt werden. Das Konzert kam so gut an, dass man sich entschloss, dies zu einem festen Termin im Jahreskalender zu machen.

Nach und nach etablierte sich das Akkordeonorchester zu einer festen Größe im musikalischen Umfeld der Gemeinde Leutenbach. Sowohl bei der jährlichen Maifeier, als auch bei der Gemeindeweihnachtsfeier trug der noch junge Verein zur Unterhaltung bei.

 

Weitere Entwicklung

Nicht zuletzt dadurch fanden immer mehr Leute das Interesse am Akkordeonspielen und infolge dessen musste man bereits im November 1972 bei der Gemeinde einen Antrag für einen größeren Probenraum stellen. Das Orchester zählte zu diesem Zeitpunkt 30 Spieler/innen. Bei den Neuwahlen im März 1973 wurde Werner Ehmann zum neuen Vorstand, und mit Herta Blessing erstmals auch eine Frau mit in den Vorstand gewählt.

Im April 1975 konnte der erste Dirigent Herr Spießberger aus gesundheitlichen Gründen das Orchester nicht mehr leiten und so war der Vorstand gefordert, für die mittlerweile 70 (!) Spieler einen neuen Dirigenten zu suchen. Mit Werner Riedel wurde zuerst jemand verpflichtet, der sich um die Melodicaspieler kümmerte, bevor im Mai H. Patzelt das Orchester vorübergehend übernahm.
Ebenfalls im April 1975 trat Werner Ehmann als Vorstand zurück und mit Elisabeth Pollak wurden die Geschicke des Vereins von Frauenhand übernommen. Im Jahr 1976 übernahm dann Günther Hetzel das 1. Orchester als musikalischer Leiter.
Im Juli 1976 beteiligte sich das Akkordeonorchester erstmals an der jährlich stattfindenden Leutenbacher Hocketse. Mit Schaschlik, Würstchen und einem Weinstand trug man zum leiblichen Wohle bei.
Zudem wurde das Fest mit Akkordeonklängen musikalisch umrahmt. Bei den Vorstandswahlen im Frühjahr 1977 wurde Karl Fleischmann erneut zum Vorstand gewählt.
Neben einigen Auftritten, die im jährlichen Rhythmus stattfinden, konnte das Akkordeon-Orchester auch mit Ständchen bei Familienfeiern immer wieder Freude bereiten - so auch beim 80. Geburtstag des Ehrenmitglieds Friedrich Ehmann oder diversen Hochzeiten von Spielern und passiven Mitgliedern.

 

10-jähriges Jubiläum

Das Jahr 1981 brachte zwei weitere herausragende Ereignisse in der Geschichte des Vereins mit sich: Zum einen konnte das Akkordeonorchester beim Frühjahrskonzert sein 10-jähriges Jubiläum feiern. Zum anderen trug der Verein mit seiner Teilnahme zum Gelingen eines großen Konzerts anläßlich der 800 Jahrfeier in Winnenden bei.
Das Akkordeonorchester wollte mit seiner Musik aber nicht nur anderen Menschen eine Freude bereiten, sondern versuchte auch durch die Musik zu helfen. So spielte man 1987 bei einem Benefizkonzert zugunsten des Altenheims in Schelmenholz und 1995 ebenfalls für den Bau eines Wohnheims für ältere Mitmenschen in Schwaikheim. Am 4. März 1988 war das Orchester mit von der Partie, als das neue Rathaus in Leutenbach seiner Bestimmung übergeben wurde.

 

Verstärkung

Durch die Auflösung der Akkordeon-Gruppe des TSV Nellmersbach infolge Spielermangels, fanden 4 der übriggebliebenen Spieler aus Nellmersbach ihre neue musikalische Heimat in Leutenbach. Im Laufe des Jahres bahnte sich noch ein weiterer Spielerzuwachs an. Beim Akkordeonorchester Winnenden, das auch von Herrn Hetzel geleitet wurde, war die Anzahl der aktiven Spieler ebenfalls stark gesunken, so dass ein Fortbestand des Orchesters äußerst fraglich geworden war. Auf Vorstandsebene einigten sich die beiden Vereine auf eine Fusion, die ab 1992 in Kraft treten sollte und den Winnender Spielern ermöglichte, weiterhin ihrem Hobby nachgehen zu können. Bereits im April 1992 konnte das "neue" Orchester seine Spielstärke beim Frühjahrskonzert unter Beweis stellen. Die Spieler der beiden Orchester hatten sich hörbar sehr schnell zusammengefunden.

 

Vereinsleben

Aber nicht nur an diesem Tag, sondern während all den Jahren war der Verein immer bemüht, auch ausserhalb der Proben und Auftritte, die Kameradschaft zu pflegen und das Vereinsleben aktiv zu gestalten. So wurde in den Anfangsjahren regelmäßig ein Herbstausflug oder eine Wanderung organisiert, wobei man über Buoch und die Schwäbische Alb bis nach Annweiler/Pfalz die nähere und weitere Umgebung besuchte. Bei einer 2-tägigen Reise nach Oberstdorf wurde sogar ein spontanes Konzert zum Besten gegeben. Auch andere "kulturelle" Ereignisse, wie der Besuch der Stuttgarter Früchtle oder des Cannstatter Volksfestes standen schon auf dem Programm. Seit mehreren Jahren gibt es am 1. Mai eine Wanderung mit Leiterwagen und anschließendem Grillfest, an der auch Freunde und die Familienangehörigen der Spieler großen Gefallen finden.
Zudem ist der Verein bei der "Leutenbacher Hocketse" mit einem Stand vertreten und trägt natürlich auch dort zur musikalischen Umrahmung bei. Selbst die Aufräumarbeiten nach der Hocketse gehen problemlos von der Hand, da es sich eingebürgert hat, die Arbeit anschließend mit einer "Nachhocketse" ausklingen zu lassen.

 

2001 - 2016

Im Jahr 2001 legte Herr Hetzel sein Amt als Dirigent des Akkordeonorchester Leutenbach nach 25 jähriger Tätigkeit aus privaten Gründen nieder. Seit diesem Zeitpunkt wurde das Orchester von Rainer Fleischmann geleitet. Er war zuvor selbst aktiver Spieler in der 1. Stimme unseres Orchesters. Nun fehlte Rainer Fleischmann zwar als aktiver Spieler, aber als Übungsleiter hat er neuen Schwung ins Orchester gebracht. Dies merkt man nicht zuletzt an der Auswahl modernerer Musikstücke, die dem Akkordeonorchester Leutenbach einige neue "Fans" gebracht haben. Zu diesen zählt nach eigener Aussage auch der Bürgermeister der Gemeinde Leutenbach, Herr Jürgen Kiesl.

Rainer Fleischmann übernahm im Jahr 2003 das Amt des 1. Vorstands zusammen mit Sandra Schreiber als 2. Vorstand. Dies Tandem leitete den Verein gemeinsam bis 2016.

Am 07.03.2009 hat das Akkordeonorchester Leutenbach mit einer Eröffnungsveranstaltung die Nachwuchsausbildung wiederbelebt. Seitdem bildet das Orchester regelmäßig junge Nachwuchsspieler aus. Dies im Einzelunterricht und in der Kooperation mit der Gemeinschaftsschule Leutenbach für alle Zweitklässler.

Seit 01.01.2013 hat nun Arno Hupprich das Dirigentenamt übernommen. Er hat Musik mit den Hauptfächern Akkordeon und Dirigieren studiert. Hiermit hat er eine große Bandbreite parat, um die Musikstücke schnell und begeisternd einüben zu können.

 

2017 - bis heute

Seit März 2017 leiten Torsten Tessmer und Sandra Schreiber den Verein. Zusammen mit der rührigen Kassiererin Claudia Lechner und allen anderen Aktiven im Verein stemmen wir die Vereinsarbeit. Egal ob Auftritte, Organisation, Homepage, Datenschutz, ... Gemeinsam macht die Vereinsarbeit Spaß.

Im Mai 2017 machten sich einige Spieler des Akkordeonorchesters mit der Gemeinde Leutenbach auf nach Dunabogdány/Ungarn. Das ist die Partnerstatdt von Leutenbach. Mit 2 Auftritten bereicherten wir den kulturellen Austausch und haben die 6 Tage auf ganzer Linie genossen. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten gemeinsamen Ausflug.

All das zusammen - Proben, Auftritte und geselliges Beieinandersein - haben das Akkordeonorchester Leutenbach in den letzten 40 Jahren zu dem gemacht, was es heute darstellt:
eine bunte Mischung aus Jung und Alt, Groß und Klein mit der Freude am Musizieren. Es bleibt zu hoffen, dass der Verein noch lange bestehen möge und die Akkordeonmusik weiterhin ein fester Bestandteil im kulturellen Leben der Gemeinde Leutenbach bleibt.

Seit unserem letzten Jugendtag im Sommer 2017 haben wir eine Schülergruppe, die sich donnerstags von 18-19 Uhr in der Gemeinschaftsschule Leutenbach trifft, um gemeinsam mehrstimmig Akkordeonmusik zu machen. Schon nach kurzer Zeit konnten wir musikalische Erfolge beim Auftritt beim Jahreskonzert sowie bei der Jahresfeier feiern. Ebenso beim Schulkonzert und beim Löwenplatzfest. Mit viel Spaß sind alle dabei und "Neulinge" sind jederzeit herzlich willkommen. Insbesondere, da wir nun eine 2. kleine Gruppe starten wollen.

Das Erwachsenenorchester trifft sich immer montags um 20 Uhr im Musikraum der Rems-Murr-Halle. Auch hier sind neue Mitspieler herzlich willkommen.