Musikalischer Werdegang von Arno Hupprich

  • Erste Orchestererfahrung in Landstuhl

 

Ich wurde am 5.6.1959 in Mittelbrunn geboren, nicht unbedingt der Nabel der Welt, eher etwas südlicher zu finden. Ein Ort von ca. 800 Einwohnern. Mit 8 1/2 Jahren begann ich auf eigenen Wunsch mit dem Akkordeon spielen. Nach zwei Jahren startete ich im Westpfälzischen Akkordeonorchester Landstuhl. Erst im Jugendorchester und kurze Zeit später im 1. Orchester. 1977 hatten wir so viel Aktive, dass es erforderlich machte ein 3. Orchester zu gründen und ich erklärte mich bereit, die Leitung zu übernehmen. Das war der eigentliche Start in meine Musiklehrer-Laufbahn, denn es machte mir zwar großen Spaß, aber ich war mir anderseits auch darüber im Klaren, dass wohl etwas mehr Ausbildung erforderlich war, um es richtig zu machen und selbst damit zufrieden zu sein.

 

  • Musikstudium in Trossingen

So startete dann 1979 an der damals noch städt. Musikschule in Trossingen - heute besser bekannt als Hohner-Konservatorium - mit dem Musik-Studium, das ich 1984 als staatlich geprüfter Musiklehrer abschloss.
Während meiner Studienzeit wirkte ich mit im Hohner-Akkordeonorchester 1927 e.V., das 1927 von Hermann Schittenhelm gegründet wurde und das das erste Akkordeon-Orchester in Deutschland überhaupt war. Auf zahlreichen Konzerten im In- und Ausland, Rundfunk und Fernsehen konnte ich wertvolle praktische Erfahrungen sammeln, die mir noch heute bei meiner Arbeit sehr von Nutzen sind. Höhepunkte waren dabei sicherlich das Konzert zur Preisverleihung der Zelterplakette in Anwesenheit des Bundespräsidenten in Berlin und der Auftritt 1983 in Innsbruck beim großen Gala-Konzert.

  • Tätigkeit als Musiklehrer in der Pfalz

1984 begann ich mit der Arbeit als Musiklehrer beim Westpfälzischen Akkordeon-Orchester und an der städtischen Musikschule Kaiserslautern. Bis 1998 erlebte ich eine sehr erfolgreiche Zeit mit zahlreichen grandiosen Konzerten und Veranstaltungen. 1986 erreichten wir in der Hauptstufe in Innsbruck mit „hervorragend” den 4. und 1989 den 3. Platz. 1992 war mein musikalisch bestes Jahr mit dem 8. Platz in der Oberstufe beim Wettbewerb in Innsbruck mit „hervorragend” und Pokal. Gleichzeitig waren zahlreiche Schüler auf Solo-Wettbewerben erfolgreich, darunter 9 Preisträger bei „Jugend musiziert”. Damals engagierte ich mich als einer der wenigen ausgebildeten Musiklehrer in Rheinland-Pfalz stark im DHV, wo ich schließlich stellvertretender Landesleiter wurde. Beim Landesjugend-Akkordeonorchester Rheinland-Pfalz wirkte ich erst als Spieler mit und später auf einer Skandinavien-Tournee auch als Dirigent. Nebenbei arbeitete ich für einen Blasmusik-Verlag als Notengrafiker. Dabei sammelte ich wichtige Erfahrungen, die 1997 zu Gründung des CAM-Musikverlages führte, den ich aber mittlerweile aus Zeitgründen wieder aufgegeben habe. Übrig geblieben sind allerdings ein paar schöne eigene Arrangements.
Mit einem tollen Gala-Konzert zum 50jährigen Jubiläum des Westpfälzischen Akkordeonorchesters gemeinsam mit dem Akkordeonorchester Baltmannsweiler und Paul-Ernst Knötzele am Klavier beendete ich meine Tätigkeit in der Pfalz, nach 30 Jahren aktiver Mitwirkung im Verein und 14jähriger Tätigkeit als Dirigent.

  • Wechsel nach Baden-Württemberg

Der Wechsel nach Baden Württemberg hatte private Gründe, denn meine damalige Frau hat eine Stelle an der Waldorfschule in Schwäbisch Gmünd bekommen und so zogen wir nach Haubersbronn um. Meine ersten Stationen waren 1998 die Musikschule Nürtingen, der HHC Oberboihingen und die Harmonikafreunde Plochingen.
Nach einiger Zeit des Übergangs und Wechsels, bin ich mittlerweile in 4 Vereinen tätig. Seit 2003 beim Akkordeonorchester Welzheim. Seit April 2006 in Birkmannsweiler. Und in Rudersberg, wo ich von 2001 – 2012 als Dirigent tätig war, leite ich noch die Jugend- und Nachwuchsausbildung.

Seit 2013 leite ich das Akkordeonorchester Leutenbach. Es ist kaum zu glauben, aber ich hatte im Februar 2017 gerade 33jähriges „Dienst-Jubiläum”. Man gibt es ja nicht gerne zu, aber man wird tatsächlich älter. Das fällt besonders auf, wenn man so in der Vergangenheit wühlt, aber die Beschäftigung mit der Musik hält einen jung und es macht nach wie vor großen Spaß und das soll auch noch lange so bleiben. Dies ist mit ein Grund, warum ich seit meinem Kindesalter in Vereinen aktiv war und es bis heute mit großer Freude immer noch bin.

Und in diesem Jahr 2018 haben wir schöne Auftritte mit unserem Schüler- und Erwachsenenorchester in Aussicht, auf die wir uns schon sehr freuen.

Together we achieve more! Gemeinsam sind wir stark!